Newsletter korrekt versenden

Email-Kampagnen bzw. Newsletter sind gerade für EPUs und KMUs eine gute Möglichkeit, kostengünstig über Produkte, Dienstleistungen oder Aktionen zu informieren und sich so bestehenden Kunden wieder ins Gedächtnis zu rufen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Online Newsletter-Systeme (wie zB Mailchimp – bis dato leider nur englischsprachig verfügbar) die die Möglichkeit bieten, diese Newsletter recht einfach zu gestalten und – bis zu einer gewissen Anzahl an Empfängern – auch kostenlos zu versenden. Dennoch sind bei der Gestaltung und vor allem beim Versand solcher Newsletter auch auf bestimmte Vorschriften zu achten:

  • Emails (oder SMS) zu Werbezwecken dürfen grundsätzlich nicht ohne die Einwilligung des Empfängers verschickt werden. Das Einverständnis der Empfänger muss daher prinzipiell bereits vor dem Versenden – entweder schriftlich oder mündlich – eingeholt werden. Es ist auch möglich, eine entsprechende Klausel in den AGB anzuführen. Eine vorherige Zustimmung ist nicht nötig, wenn der Unternehmer die Kontaktdaten des Empfängers (bzw. Kunden) bereits im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung erhalten hat und er den Kunden für eigene ähnliche Produkte / Dienstleistungen informieren möchte. Die Zusendung von Werbemails an eigene Kunden ist also erlaubt.
  • Prinzipiell dürfen aber keine Werbemails an Personen geschickt werden, die sich in die „ECG-Liste“ der RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH) eingetragen haben. Grundsätzlich sind diese Kontakte vor jedem Newsletter-Versand mit der eigenen Verteilerliste abzugleichen!

Ähnlich dazu besteht als Konsument die Möglichkeit, sich in die „Robinson-Liste“ der WKO einzutragen, wenn man künftig kein Werbematerial erhalten möchte, welches v.a. per Post verschickt wird (Dies gilt allerdings nur für persönlich adressiertes Werbematerial – Prospekte oder Ähnliches mit dem Zusatz „an einen Haushalt“ darf und kann aber weiterhin zugestellt werden).

  • Dem Empfänger muss es außerdem jederzeit und ohne großem Aufwand möglich sein, zukünftige Werbemails abzubestellen.
  • Impressum: Verpflichtend sind laut Mediengesetz folgende Angaben im Newsletter anzuführen:
    • Name oder Firma des Medieninhabers (also des Unternehmers, der den Newsletter verschickt bzw. veranlasst)
    • Adresse (Sitz der Firma bzw. Standort der Gewerbeberechtigung),
    • Rechtsform
    • Firmenbuchnummer und -gericht
    • Angaben über das Gesellschaftskapital (zB Stammkapital)
  • Achtung: Ist der Inhalt des Newsletters dazu geeignet, die Meinung der Empfänger zu beeinflussen (das bloße Anbieten von Produkten oder Dienstleistungen zählt hier nicht dazu) muss zusätzlich u.a. noch die Blattlinie und Eigentumsverhältnisse – zB durch Verlinkung auf der Website – angegeben werden (Stichwort „großer Newsletter“)

 

Zum Nachlesen:

WKO – Robinson-Liste

Aktuelle RTR – ECG-Liste abrufen

WKO – Impressumspflicht für „große“ und „kleine“ Newsletter

 

Die bereitgestellten Informationen & Beiträge auf dieser Website werden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und sollen vor allem EPUs und KMUs einen informativen Überblick über die Herausforderungen der Selbstständigkeit geben. Ich übernehme jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen – weder auf dieser Website noch auf all jenen Websites, auf die mittels Hyperlinks verwiesen wird.